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Konzept Kunst- und Kulturhaus 2009 PDF Drucken E-Mail

 

 

Der Bezirk Vöcklabruck war und ist regionale Drehschreibe für kreative Kräfte.
Unzählige Bands, KünstlerInnen oder Kulturinitiativen bezeugen dies jeden Tag aufs Neue. Und das, obwohl dieses Potential aufgrund fehlender Räume beschnitten und nachhaltige Regionalentwicklungen gehemmt werden.
In der Stadt Vöcklabruck herrscht in kultureller Hinsicht eine eklatante Raumnot.
Nicht seit heute oder einem Jahr, und das, obwohl Vöcklabruck nicht nur Bezirkshauptstadt mit 12 000 EinwohnerInnen ist, sondern über ein ökonomisches, soziales und kulturelles Einzugsgebiet für über 100 000 Menschen verfügt.

Wir haben Eigeninitiative ergriffen!
Und so bildete sich innerhalb kurzer Zeit eines der größten Kulturnetzwerke Oberösterreichs. – der Verein Kunst- und Kulturhaus Vöcklabruck. Elf regionale Vereine, sowie etliche kulturinteressierte Einzelpersonen und fördernde Mitglieder sind bereits mit insgesamt knapp 1000 Mitgliedern der Interessensgemeinschaft für ein offenes Kunst- und Kulturhaus beigetreten und unterstützen eine Verwirklichung desselben.

Wir machen keinen Hehl daraus: die Raumnot hat ein einzigartiges Bündnis hervorgerufen, das für ein einzigartiges Projekt arbeitet!

Das vorliegende Papier ist das vorläufige Ergebnis eines spannenden Prozesses, in welchen in den vergangenen 18 Monaten rund 6.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert wurden. 6.000 Stunden, in denen sich zahlreiche Kulturvereine und kulturinteressierte Einzelpersonen für die Umsetzung eines offenen Kunst- und Kulturhauses in Vöcklabruck ehrenamtlich engagiert haben.
Ein Prozess, der durch das Einflechten von unterschiedlichsten Ideen, das Finden von Interessenskompromissen und das Abgleichen von Visionen innerhalb dieser heterogenen Gemeinschaft auch zu intensiven Auseinandersetzungen geführt hat.
Umso zuversichtlicher kann sowohl auf gute Zusammenarbeit, wie auf verantwortungsvolles  Planen und umsichtiges Abwiegen aller Möglichkeiten vertraut werden!

Kulturarbeit ist Arbeit. Kulturarbeit muss zumutbar sein.

Erstellt vom Verein „Kunst- und Kulturhaus Vöcklabruck“ im Frühjahr 2009.

 

VOKUS - KUNST- UND KULTURHAUS VÖCKLABRUCK

RAUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST UND KULTUR

 

EINFÜHRUNG
VOKUS – Kunst- & Kulturhaus Vöcklabruck

Im Vöcklabrucker VOKUS entsteht ein offener, lebendiger Freiraum, der sich als Impulsgeber zur Initiation, Produktion und Präsentation von zeitgenössischer Kunst und Kultur versteht. Das innenstadtnahe 10.000m²-große Areal mit dem charakteristischen Gebäude der historischen Hatschekstiftung soll der Ort für ein überregionales kulturelles Entwicklungszentrum im ländlich-städtischen Bereich mit zeitgenössischem Schwerpunkt sein. Durch die breite Zusammenarbeit unterschiedlichster Kulturinitiativen und kulturinteressierter Einzelpersonen ist der Aufbau einer beständig wachsenden Kooperation angelegt. Ziel ist es,  ein schichtübergreifendes, interkulturelles und integratives Verständnis zu entwickeln, um die Vernetzung von bestehenden wie die nachhaltige Entwicklung neuer Kulturinitiativen zu fördern.


Ein Leerraum wird zu einem soziokulturellen Zentrum - einem freien Treffpunkt. Unterschiedliche zeitgenössische Sparten und Ausdrucksformen finden sowohl in ihrer Präsentation als auch in der Produktion nebeneinander statt und partizipieren aneinander. Der innovative und nachhaltige Ansatz, auch die Produktion als zentrales Element eines Kulturhauses zu sehen und damit besonders den Aufbau einer jungen, aktiven und freien Szene zu fördern sowie eine regionale Kulturentwicklung zu sichern, macht die Einzigartigkeit dieses Vorhabens sichtbar.

Vor allem in den offenen Werkstätten zeichnet sich das Kunst- und Kulturhaus durch neue sozial- und selbstverwaltete Arbeitsweisen aus, die besonders bei Veranstaltungen und Präsentationen angewendet werden sollen.
Damit impliziert es einen niederschwelligen Zugang und richtet sich an unterschiedlichste Zielgruppen. Besonderer Wert wird dabei auf einen Austausch über kulturelle und gesellschaftliche Grenzen hinweg gelegt, der Zugänge und neue Sichtweisen öffnet sowie Offenheit und Toleranz fördert.

Mit dem Ziel, die regionale wie auch überregionale Vernetzungsarbeit auszubauen und Synergien und Kooperationen intensiv zu nutzen,  wird das bestehende Kulturpotenzial aktiviert und erweitert.

Aufgrund der geografischen Lage und des großen Einzugsgebietes und der Bedeutung als Bezirks- und Schulstadt, ist in Vöcklabruck ein eigenständiger und lebendiger Kulturraum von besonderer Bedeutung. Es braucht einerseits einen freien und offenen Ort, der Anlaufstelle, Entwicklungsplattform und Kommunikationszentrum ist, wie auch Bühne und Öffentlichkeit für unterschiedlichste Kunst- und Kulturprojekte bietet. Andererseits  braucht es aber auch für die Bedürfnisse der NutzerInnen optimierte Räume, die den spezifischen Anforderungen einer allumfassenden, entwicklungsorientierten Kulturarbeit ideal gerecht werden. Das Gebäude der Hatschekstiftung mit dem weitläufigen Areal in Stadtzentrumsnähe und guter (auch öffentlicher) Verkehrsanbindung stellt die bestmögliche räumliche Verortung für die Vision VOKUS dar. Auch der Erhalt der historisch-charakteristischen Bausubstanz in Form der geplanten ökologisch innovativen Sanierung im Rahmen des Forschungsprojektes „Haus der Zukunft“ hat Signalwirkung und wirkt identitätsstiftend.


Der Kulturbetrieb des Hauses stützt sich auf vier Säulen:

  • Produktion und Vermittlung
  • Präsentation und Veranstaltung
  • Kooperation von KünstlerInnen, Kulturschaffenden und Publikum
  • Kommunikation und Treffpunkt


Der Produktions- und Vermittlungsbereich zielt darauf ab, Kompetenzen für eine eigene kulturschöpferische Leistung zu entwickeln. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen angeregt werden aus der Rolle der passiven KonsumentInnen herauszutreten, um die Chancen einer aktiven Gestaltung und Produktion zu entdecken. Produktion und Vermittlung ziehen sich als Schwerpunkte durch alle Konzeptbereiche des Hauses durch und erhalten in Form der Offenen Werkstätten, Proberäume und einem Radio- und Tonstudio ihre eigenen Räume.

Regelmäßige Veranstaltungen bietet das Haus mit Konzerten, Theater- und Tanzproduktionen, Programmkino, Lesungen und Ausstellungen in allen Bereichen der Gegenwartskunst. Die Präsentationen und Medienangebote zeichnen sich durch ein hohes zeitgenössisches Niveau aus und unterstreichen den künstlerischen Anspruch des Hauses. Darüber hinaus wird die hausinterne Entwicklung im Produktionsbereich permanent sichtbar gemacht und die Lebendigkeit im gesamten Kulturgeschehen des Hauses hervorgehoben.

Die Kooperation von KünstlerInnen, Kulturschaffenden und Publikum ist Grundlage für einen Kulturbetrieb, der sich stets in Bewegung sieht und langfristig weiterentwickeln will. Aus der Region stammende, international tätige KünstlerInnen sollen die Möglichkeit haben den geschaffenen Raum und die Präsentationsflächen zu nutzen und bei der Planung und Durchführung mit eingebunden zu werden.

Das VOKUS – Kunst- & Kulturhaus Vöcklabruck will ein multifunktionales Kommunikationszentrum sein. Die Gastronomie ist hier der vernetzende Aspekt und wird dabei von einem gemeinsam genutzten Büro, für kulturinteressierte und –schaffende Menschen sowie Kulturinitiativen, unterstützt. Einen eigenen soziokulturellen Bereich bekommen Jugendliche und sozial Benachteiligte in den Servas- bzw. Streetwork-Räumlichkeiten. Generell ist die Integration aller Bevölkerungsschichten, Kulturen und Menschen mit Benachteiligungen dem Ansatz des Hauses immanent.

Die Realisierung dieses Konzeptes „VOKUS“ – Kunst- und Kulturhaus“ bietet für Vöcklabruck die einzigartige Chance für einen Neustart der kulturellen Bestrebungen. Kunst und Kultur werden zu einem zentralen Teil des gesellschaftlichen Lebens in Vöcklabruck und erhalten einen zeitgemäßen Stellenwert, der über den bisherigen unregelmäßigen und unverorteten Veranstaltungsbetrieb weit hinausgeht.
Durch die chancenreiche Bündelung unter einem gemeinsamen Dach, wirkt das VOKUS breitenwirksam, sozial integrativ und nachhaltig als wichtiger regionaler und überregionaler Impulsgeber.
Das VOKUS ist  Unterstützung für die bestehenden und wachsenden Kulturvereine in ihrer Arbeit, holt aktiv BesucherInnen ab, eröffnet unkompliziert Zugänge und setzt bisher ungenutzte Synergien frei. Die Bereitstellung optimierter Infrastruktur ist wesentlich für  eine Förderung, Weiterentwicklung und Ausweitung des Kulturangebotes sowie der regionalen Entwicklung desselben.

 

„VOKUS“ – ein Name für das Kunst- und Kulturhaus Vöcklabruck
Nach einem fünfmonatigen internen Prozess mit öffentlicher Beteiligung über die Website des Kunst- und Kulturhauses Vöcklabruck, kristallisierte sich der Name „VOKUS“ für das künftige Kulturzentrum heraus.

Zur Erläuterung - der Name setzt sich aus 3 Elementen zusammen:

„VO“ steht für den Standort des Kunst- und Kulturhauses, nämlich Vöcklabruck.
„KU“ steht für Kunst  und  Kultur
„S“ steht für die kulturellen Szenen in der Region Vöcklabruck.

In der Diskussion wurde besonders darauf geachtet, dass sich der Name für die grafische Umsetzung, als auch für eine „corporate culture“ eines zeitgenössischen Kulturzentrums eignet.

Zudem lässt sich festhalten, dass der Begriffsinhalt „fokussieren“ eine Doppelbedeutung verrät, die gerade in einem Mehrspartenhaus der zeitgenössischen Kunst und Kultur visuelle bzw. audiovisuelle Assoziationen zulässt, wo verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden können. Ein besonderes Augenmerk wurde darauf verwendet, wer das künftige Kunst- und Kulturhaus nutzen soll. (Stichwort: „Szenen“)

Bestehenden Kulturinitiativen, künftigen kulturinteressierten Gruppen ebenso wie Einzelpersonen soll ein möglichst niederschwelliger Zugang zum Haus ermöglicht werden, um die kulturelle Produktion nachhaltig zu gewährleisten.
Damit steht erstmalig nicht der Gedanke einer Leitkultur im Vordergrund, sondern die Vernetzung der diversen Kulturszenen der Region. Die Integration verschiedener Kulturpraktiken fungiert als Spiegel der Gesellschaft.

 

Standort: Zur Geschichte der Hatschek-Stiftung - ein Juwel aus den 20er Jahren

Die Hatschek-Stiftung gehört  zweifellos zu den besten Bauten der zwanziger Jahre in Oberösterreich. Sein funktioneller Y-Grundriss wird für ähnliche Aufgaben bis heute angewandt. Von den Architekten Heinrich Schmid und Hermann Aichinger wurde der Bau in den Jahren 1927 – 1930 im Auftrag des Großindustriellen Hans Hatschek errichtet.
Heinrich Schmid und sein Atelierpartner gehörten innerhalb des Kreises der Otto-Wagner-Schüler bereits der jüngeren Generation an. Schmid & Aichinger gehörten nach dem 1. Weltkrieg zu den meistbeschäftigten Architekten des sozialen Wohnbauprogramms im „Roten Wien“. Eine unregelmäßige, kurvilineare Strukturierung der Wohnhausanlagen, ganz im Gegensatz zu den Bauten der anderen Wagner-Schüler (wie u.a. der „Karl Marx-Hof“ von Karl Ehn oder der „Wohnhausanlage am Friedrich-Engels-Platz“ von Rudolf Perco), blieb weiterhin das Markenzeichen der Bürogemeinschaft. Waren ihre ersten „Superblocks“ in den frühen 20er Jahren, wie der „Reismann-Hof“, noch der erwünschten Monumentalität verpflichtet, so wich diese bald einem romantisierenden, den Ideen der Gartenstadt folgenden Charakter. Diese Qualitäten kommen insbesondere beim „Rabenhof“ (Wien 3,Baumgasse / Hainburger Straße) und beim „Somogyi-Hof“ (Wien 14, Hütteldorfer Straße) zum Tragen, die sich durch eine relativ niedrige Verbauung und einen hohen Anteil an Grünfläche auszeichnen. Die romantisierende Haltung, die durch chromatische Effekte – vor allem durch den dekorativen Einsatz von Klinker – erzielt wird, verleiht den Bauten große affirmative Qualitäten.
Neben einigen durchaus bemerkenswerten Spitalsbauten (u.a. der Hatschek-Stiftung in Vöcklabruck), konzipierten Schmid & Aichinger vor allem auch zwei der österreichischen Staatsideologie verpflichteten Propagandabauten. (Österreichisches Verkehrsbüro und das RAVAG-Gebäude in Wien)
Am 22. März 1931 wurde das neue Krankenhaus eröffnet. Das Spital umfasste insgesamt 70 Betten und zwei Operationssäle.
In den Kriegsjahren zwischen 1941 und 1946 wurde das Krankenhaus räumlich erweitert. 1955 wurde der Bau um eine urologische Abteilung und eine eigene Anstaltsapotheke erweitert. Und 1956 kam die Kinderabteilung dazu und die Bettenanzahl stieg auf 295.
In den Jahren 1964 – 1965 wurde mit Hilfe der OÖ. Landesregierung der zusätzliche Neubau des Krankenhauses erweitert (Bettenanzahl 593). 2006 erfolgte die Sprengung des Neubaus und  bereits 2004 die Übersiedlung in den Neubau am Schöndorfer Plateau.
Die Hatschek-Stiftung wurde 2007 im Rahmen der Landesgartenschau Vöcklabruck temporär zum BesucherInnen-Zentrum umfunktioniert. Im Rahmen eines Kunst-Symposions entstand die Idee, die Stiftung in Zukunft für ein „Offenes Kunst- und Kulturhaus“ zu nutzen.

 

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K O N Z E P T (Verein Kunst- und Kulturhaus)

1. Atelier und KünstlerInnenstudio
Ausgangssituation
Für KünstlerInnen, die sich vor Ort in die Kulturarbeit einbinden und ausstellen wollen, gibt es in Vöcklabruck bisher keine entsprechende Einrichtung. Die nötige Öffentlichkeit und Bühne für moderne Kunst- und Kulturschaffende aus dem Bezirk konnte sich aus diesem Grund nicht ausreichend entwickeln. Wir stehen vor der Situation, dass laufend Kunst- und Kulturschaffende in andere Räume abwandern und somit eine Entwicklung zeitgenössischer Kunst und Kultur vor Ort unmöglich macht.
Konzept

Das VOKUS soll die Rolle eines Entwicklungszentrums und Impulsgebers übernehmen, indem es Werkstätte bzw. Atelier, Öffentlichkeit und Präsentationsmöglichkeiten bereitstellt. Zeitgenössische KünstlerInnen sollen im VOKUS arbeiten, leben und präsentieren. Mit dem Angebot werden KünstlerInnen aus der Region bzw. KünstlerInnen mit regionalen Bezugspunkten eingeladen, sich wieder im Vöcklabrucker Kunstbetrieb einzubringen.

Ihre eigene künstlerische Arbeit in unterschiedlichsten Sparten und ihre Mitarbeit an laufenden Projekten soll als Motor dienen, um eine Konfrontation mit zeitgenössischer Kunst möglich zu machen, aktuelle Strömungen vorzustellen und Diskussionen in Gang zu bringen.

 

2. Galerie
Ausgangssituation
Die bestehenden Galerien in Vöcklabruck sind entweder privat, das heißt in Auswahl und in Bezug auf das Zielpublikum sehr spezifisch, oder sie sind auf die Präsentation klassischer Bildgattungen und Kunstformen ausgerichtet. Außerdem sind diese Einrichtungen zeitlich durchwegs ausgelastet. Eine Verbindung Offener Werkstätten und damit verbundener zeitgenössischer Kunstpräsentationen ist in keiner der bestehenden Einrichtungen möglich.
Konzept
Die Galerie soll durch eine ständige Präsenz von zeitgenössischer Kunst im Haus Impulsgeber für die Kunstproduktion und Katalysator für die Entwicklung und Entfaltung einer zeitgemäßen „Kultur- und Kunstszene“ sein. Sie bietet den Raum, interne wie auch externe zeitgenössische Kunstproduktionen auszustellen, dadurch ist auch eine Zusammenarbeit mit den Offenen Werkstätten gewährleistet. Der Galeriebetrieb im VOKUS bildet eine Plattform für Kunstschaffende, welche Interessierte aller Altersgruppen einbindet.
Ziel des Galeriebetriebes ist es, eine überregionale und internationale Zusammenarbeit mit KünstlerInnen anzustreben und  eine breite Fächerung von zeitgenössischer Kunst und Ästhetik zu gewährleisten.

 

3. Gastronomie
Ausgangssituation
Kulturzentren im Allgemeinen verfügen neben ihren Präsentationsräumen stets über eine kulturaffine Gastronomie, die einen niederschwelligen Zugang zum Haus ermöglicht und über das Kulturprogramm hinaus für eine kontinuierliche Belebung sorgt. Ein innovatives Gastronomiekonzept soll umgesetzt und als erweitertes Angebot der Stadt Vöcklabruck verstanden werden.

Konzept
Der soziale Dreh- und Angelpunkt des VOKUS ist die im Erdgeschoss und im Außenbereich angesiedelte Gastronomie. Zentrale Anforderung ist es, den flexiblen Ansprüchen des Hauses Rechnung zu tragen, in dem offen auf kulturelle Programmschwerpunkte und auf  die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gäste eingegangen wird. Hierfür soll die Gastronomie auch tagsüber als  Kulturcafe einen gemütlichen und offenen Treffpunkt bieten. Mit diesem Konzept werden neben Frühstücksangeboten, ganztägig kleine warme Speisen von hoher Qualität serviert. Abends geht dieses Konzept fließend in den Barbetrieb, im Sinne eines Musikpubs über, das darüber hinaus auch in den Veranstaltungsbetrieb des großen Saales integriert ist. Neben diesen Konzeptstützen soll insbesondere eine Kinderspielecke in der Gastronomie angeboten werden, welche die Kreativität der Kinder fördert und den Eltern Freiraum gewährt.


4.Mediathek und Archiv
Ausgangssituation
Derzeit werden in Vöcklabruck Medienproduktionen, insbesondere Kurzfilme, Radio-, Musik- und Literaturproduktionen aus dem Kunst- und Kulturkontext, nicht archiviert. Darüber hinaus gibt es keinen ausreichenden Zugang zu fachspezifischen Publikationen und nichtkommerziellen Medienproduktionen, womit effektives und nachhaltiges Wissensmanagement nicht nur für zukünftige Generationen unnötig erschwert wird.
Konzept
Die Verleihsammlung beschränkt sich auf ein spezialisiertes Nischenangebot ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Dokumentation regionaler Kulturarbeit gelegt wird. Programmreihen und Programmschwerpunkte aller Bereiche des Hauses können sich thematisch im Angebot der Mediathek widerspiegeln und in der Folge vertieft werden. Dem Vermittlungsauftrag wird in der Mediathek durch die Anschaffung von Sach- und Fachliteratur sowie interessanter Medien Rechnung getragen. Die Mediathek wird auch den örtlichen Bildungsinstitutionen zur Verfügung stehen. Die dokumentierten Materialien sind mittels digitaler Datenbank abruf- und in einem physischen Archiv einsehbar.

 

5. Offener Raum - Lesesaal, Tanzraum & großer Workshopraum
Ausgangssituation
Vöcklabruck verfügt über zahlreiche potentielle Räume für punktuelle Literaturabende, welche sich allerdings für regelmäßige Veranstaltungen nicht oder nur bedingt eignen. Es  existieren jedoch keine geeigneten Räumlichkeiten für kontinuierliche Literaturveranstaltungen, Tanzgruppen sowie für größere Seminar- und Workshopgruppen.
Literaturveranstaltungen sind auf ein ansprechendes Ambiente und entsprechende Infrastruktur angewiesen. Grund dafür sind witterungsbedingte Nutzungseinschränkungen (z.B. mangelnde Heizung), dezentrale Lagen oder ein hoher Adaptionsbedarf, was dem Wunsch nach einem beständigen literarischen Veranstaltungsort widerspricht.
Tanzinteressierte Vöcklabrucker wiederum müssen große Distanzen (Linz, Salzburg, etc.) für die Ausübung ihres Hobbys in Kauf nehmen, weil in Vöcklabruck keine geeigneten Räume zur Verfügung stehen. Insbesondere die speziellen Tanzflächen- und Bodenanforderungen schließen die bestehende Gastronomie oder öffentliche Einrichtungen aus, wodurch die zahlreichen Tanzgruppen der Region in ihrem Potential eingeschränkt werden und dem Tanzsport nicht jene Breitenwirkung zukommt, die möglich wäre.
Schließlich benötigt das Jugendhaus Servas mindestens einmal in der Woche einen großen Workshopraum für gruppendynamische Aktivitäten, die derzeit noch auf räumliche Grenzen stoßen.
Konzept
Mit dem Ziel einer optimalen Raumauslastung entsteht im VOKUS der so genannte Offene Raum, der speziell den Bedürfnissen der besagten NutzerInnengruppen Rechnung trägt und sie in ein gemeinsames Konzept integriert. Der Offene Raum ist innenarchitektonisch anspruchsvoll gestaltet, um sowohl einem attraktiven Ambiente als auch einer optimalen Akustik gerecht zu werden. Zentrale Element sind dabei die je nach Stimmung adaptierbare Lichtausstattung, ein professioneller Tanzboden sowie eine verspiegelte Längsseite des Raumes. Eine flexibel einsetzbare und veranstaltungsbezogene Lounge-Bestuhlung mit kleinen Tischen unterstreicht das angenehme Flair. Damit ermöglicht der Offene Raum die langfristige Planung und Durchführung von umfassenden Programmkonzepten im Kontext von Tanz und Literatur, die in dieser Qualität und Breitenwirkung bisher in Vöcklabruck nicht möglich waren.

 

6. Offene Werkstätten
Ausgangssituation
Die offenen Werkstätten bieten die notwendigen Freiräume für kreative Entfaltung und Begegnung. Im Bereich künstlerischer und kreativer Auseinandersetzung gibt es in der Stadt Vöcklabruck keine geeigneten Räumlichkeiten, welche auch die damit verbundenen erforderlichen Infrastrukturen bieten. In diesen nicht-institutionalisierten Fortbildungsräumen werden Bereiche für kommunikationsfördernde Strukturen geschaffen, damit eine direkte Auseinandersetzung von Kunst- und Medienproduktionen stattfinden kann.
Konzept
Die geplanten Experimentierräume und Versuchsstätten laden zum aktiven Handeln ein und bieten die Möglichkeit zur Selbstorganisation. Der gebotene Raum dient als Impulsgeber für einen sich ständig verändernden und wachsenden Kunstbetrieb verschiedenster Szenen. Durch Bereitstellung von Raum und Infrastruktur werden künstlerische und kreative Prozesse gefördert. Personen mit breitem Fachwissen soll die Möglichkeit geboten werden, ihr Wissen weiterzugeben und zu erweitern. Kunstschaffenden wird die Chance geboten, ihre Ideen zu realisieren. Durch das Angebot von Workshops mit künstlerisch-tätigen Personen ist eine selbständige Kunst- und Medienproduktion gewährleistet, die jedoch im Sinne des niederschwelligen Zugangs auch selbständig passieren soll. Dadurch entsteht ein vielfältiges künstlerisches und kreatives Treiben.
Der im Kunst- und Kulturhaus zur Verfügung gestellte Raum bietet weiter Platz für Veranstaltungen, Präsentationen und Produktionen.

7. Proberäume
Ausgangssituation
Im Großraum Vöcklabruck existiert eine äußerst lebendige und umtriebige zeitgenössische Musikszene, die außerhalb von Musikschulen an einer eklatanten Raumnot bezüglich Produktion und Präsentation leidet. Bands befinden sich stets im Spannungsfeld zwischen allgemeiner Raumnot, mangelhaften Proberäumen und Widerständen aufgrund von immanenten Lärmemissionen. Organisierte Proberäume sind ein Lösungsansatz, der diese Probleme auffängt und zudem Kreativität und persönliche Entfaltung der Musikbegeisterten positiv fördert.
Konzept
Im Keller des VOKUS werden nach dem Vorbild anderer Kulturhäuser fünf Proberäume mit der Möglichkeit für Mehrfachvermietung an Bands aus der Umgebung zur Verfügung stehen, wobei das Prinzip „first come, first serve“ gilt. Die Räume werden von den MusikerInnen selbst verwaltet, die Vermietung und Gesamtkoordination liegt beim Haus. Ein großer offener Proberaum, der nicht fix an bestimmte Bands vergeben ist, dient als gegenseitige Präsentationsfläche und Bühne zum Proben von Live-Performances. Hiermit soll die Interaktion zwischen den Bands verbessert sowie der Zugang für neue Bands erleichtert werden.

 

8.  Veranstaltungssaal
Ausgangssituation
Die Region Vöcklabruck verfügt seit langem über ein reiches Potenzial an Kunst- und Kulturschaffenden, welches derzeit an einer eklatanten Raumnot für Konzerte, insbesondere in der Stadt Vöcklabruck selbst, leidet. Es gibt für eine genreübergreifende Zielgruppe keine geeigneten Räume im Hinblick auf Größe, Baubeschaffenheit oder Akustik. Weder der Stadtsaal oder das Siebenbürgerheim, noch die Jahnturnhalle oder das Kolpinghaus kommen für einen regelmäßigen Konzertbetrieb in Frage. Die fehlende Veranstaltungskontinuität schlägt sich negativ auf die BesucherInnenanzahl nieder und hemmt das Potential an RezipientInnen. So müssen seit über einem Jahrzehnt Konzerte in Säle von Umlandgemeinden ausweichen. Hier existieren im Wesentlichen zwei Varianten von Sälen: Mehrzweckhallen und Pfarrsäle. Erstere sind meistens nicht für den Konzertbetrieb konzipiert, die Veranstaltungsadaption erweist sich als äußerst umständlich und teuer. Ähnlich verhält es sich bei Pfarrsälen, wobei zusätzlich die Nutzung stark vom Ermessen der jeweiligen Pfarre abhängt. Obwohl kleinere Kulturvereine aus diesem Grund notgedrungen in Gastronomieräumlichkeiten ausweichen, können qualitativ hochwertige Veranstaltungen mit entsprechendem BesucherInnenandrang nicht umgesetzt werden.
Konzept
Herzstück des VOKUS ist ein Konzertsaal, der rund 300 sitzenden oder bis zu 500 stehenden Personen Platz bietet. Zentrale Raumanforderungen sind eine geeignete Ton-, Licht- und Videoanlage, flexible Bühnenelemente, flexible Bestuhlung und eine fixe Podesterie im hinteren Saalsegment mit breiten Stufen, die als Sitzmöglichkeit ohne Bestuhlung genutzt werden kann. Ein weiteres zentrales Element ist eine mobile Getränkebar, die in Kooperation mit der Gastronomie bei Veranstaltungen zur Verfügung steht. Die Steuerung der Ton-, Licht- und Videoanlage kann im Saal erfolgen, womit ein eigener Regieraum nicht erforderlich ist. Angegliedert ist ein Backstagebereich mit zwei Garderoben, Sanitär- und Ruhebereich in Bühnennähe und Aufenthaltsraum für das Catering. Das Technik- und Inventarlager ist direkt mit dem Veranstaltungssaal zu verbinden, um kurze Transportwege zu gewährleisten.

 

9. Vereinsräumlichkeiten – Büro und Seminarraum
Ausgangssituation
Die ehrenamtlich aktiven Kulturvereine aus der Region benötigen neben Räumlichkeiten für ihre Veranstaltungstätigkeiten auch strukturelle Rahmenbedingungen, die ihnen eine unkomplizierte, und professionelle Abwicklung von Verwaltung und Organisation ermöglichen. Derzeit findet die Organisationsarbeit im Privaten statt und ist entweder mangels zentraler Infrastruktur mit hohem Zusatzaufwand verbunden oder wird in das konsumpflichtige und arbeitsbehindernde Umfeld der Gastronomie abgedrängt. Das Modell von gemeinsam genutzten Büro- und Seminarräumlichkeiten hat sich andernorts bewährt und soll auch in Vöcklabruck umgesetzt werden.

Konzept
ImVOKUS wird zum einen ein gemeinschaftlich nutzbarer Bereich geschaffen, in dem eine Büroinfrastruktur mit PC-Arbeitsplätzen, Stauraum und verschließbaren Schränken für Kulturvereine zur Verfügung stehen. Zum anderen wird ein Seminarraum für Arbeits-, Besprechungs- und Planungstreffen eingerichtet, der sowohl für Kulturvereine und die Hausverwaltung sowie an externe NutzerInnen vergeben wird. Neben einer organisatorischen Entlastung der KulturarbeiterInnen ergeben sich durch die geteilte Raumnutzung eine Vielzahl von gelebten Kontakten, reger Austausch und Synergien in der regionalen Kulturarbeit.

 

10.    Verwaltung, Personal/Sozialraum und Haustechnik
Raum für ein Büro, einen Personalraum sowie Haustechnik-Werkstätte und -Büro

 

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K O N Z E P T (Externer Bereich)

1. Kino
Ausgangssituation

Der derzeitige Kinobetrieb im Stadtsaal leidet unter der räumlich unzureichenden Situation. Viele Vorstellungen können nicht stattfinden, weil andere Nutzungen Vorrang haben. Auch zahlreiche Schulvorstellungen mit sehenswerten Filmen kommen nicht zustande, weil keine Termine zur Verfügung stehen. Andererseits wird die räumliche Situation selbst von überzeugten CineastInnen nicht mehr akzeptiert, weil schlechte Ton- und Sichtverhältnisse, eine ungemütliche Bestuhlung und fehlendes Ambiente im Saal wie im Foyer einem positiven Filmerlebnis entgegenstehen. Im VOKUS ergibt sich die Gelegenheit, einen modernen Kinosaal zu errichten, der erstmals seit dem Jahr 2000 wieder einen regelmäßigen Kinobetrieb in der Stadt Vöcklabruck ermöglicht. Darüber hinaus werden verstärkt medienpädagogische Zusatzangebote und Workshops zu den Filmen angeboten.
Konzept
Die Einbindung des Kinos ins VOKUS steht für die Programmausrichtung als Filmkunsttheater, das sich einem breiten Publikum öffnen will. Die Positionierung des Kinos erfolgt als Uraufführungskino für anspruchsvolle Filme mit Schwerpunkt auf europäischem Film. Ein besonderes Anliegen ist die Förderung von NachwuchsfilmemacherInnen, die Präsentation von filmhistorisch herausragenden Klassikern sowie das Angebot eines abwechslungsreichen Kinder- und Familienprogramms. Die Filme werden sowohl in deutscher Fassung als auch in Originalfassung mit Untertiteln gezeigt. Neben organisatorischen Vorteilen können durch den Kinobetrieb im VOKUS auch inhaltliche Synergieeffekte im Sinne eines zeitgemäßen Kulturbegriffes erzielt werden. Gemeinsame Projekte werden ein vielfältiges und attraktives Programm für das Publikum bieten.

 

2. Radiostudio
Ausgangssituation
Freie Radios fördern die demokratische und nicht-kommerzielle Medienlandschaft, indem BürgerInnen selbst an der Medienproduktion partizipieren und damit zur freien Meinungsäußerung und sozialen Kohäsion beitragen. Die Freien Radios haben sich in den letzten Jahren als offene und gemeinnützige Plattform zur regionalen Vernetzung etabliert. Interessierte aller Altersgruppen, Kulturvereine, Festspiele und Bürgerinitiativen nützen Freie Radios genauso wie z. B. Sozialpartner, die Bundesforste oder die Bergrettung. Insgesamt beteiligen sich im inneren Salzkammergut über 100 SendungsmacherInnen an der Gestaltung von Beiträgen. Freies Radio ist bereits im gesamten Großraum Vöcklabruck empfangbar. Die Zahl der RadiomacherInnen und Interessierten in Vöcklabruck steigt beständig und aus diesem Grund ist ein Studio mit entsprechender Infrastruktur notwendig.
Konzept
Mit dem offenen Zugang und einer breiten Palette medienpädagogischer Angebote ist das Radiostudio ein idealer Lernort für die praktische Vermittlung interkultureller, journalistischer und sozialer Kompetenzen. Das Studio wird mit dem Basisequipment für Radioproduktionen ausgestattet und dient als zentrale Anlaufstelle für alle freien Medienproduktionen in der Region. Die Freien Radios stehen als Partner für weitreichende Kooperationen zur Verfügung und gewährleisten eine qualifizierte Prozessbegleitung.

 

3. Servas
Ausgangssituation
Das Jugendhaus und Cafe Servas besteht seit 1995 und ist im Haus Schwibbogen 2 im Zentrum der Stadt Vöcklabruck eingemietet. Die zentrale Lage des Hauses ist eine gute Voraussetzung dafür, dass viele Jugendliche das Servas besuchen. Leider gibt es aufgrund der Beschaffenheit und der Lage des Hauses zahlreiche Einschränkungen im laufenden Betrieb. Die Räume sind teilweise sehr klein und beengt, für manche Veranstaltungen werden größere und schallgedämpfte Räume gebraucht, um beispielsweise Konzerte zu veranstalten oder mit Schulklassen zu arbeiten. Es fehlt ein Außenbereich zur Nutzung – so halten sich viele Jugendliche im engen Schwibbogen auf und dies wird bei starker Frequentierung, und in den Abendstunden vor allem aufgrund der Lärmentwicklung, als störend empfunden. Die Folgen sind seit Jahren Probleme mit den unmittelbaren AnrainerInnen.
Konzept
Die Grundidee für das Jugendhaus Servas ist ein Jugendzentrum, das mit einem Caféhaus kombiniert ist und auf einem Zweisäulen-Modell aufgebaut:
-    dem Café-Bereich, der sich selbst finanziell erhalten muss und der für Jugendliche ein beliebter, offener und vertrauter Treffpunkt ist
-    der Aktivzone, die gute Möglichkeiten für spezielle Angebote und Aktionen der JugendleiterInnen mit und für die Jugendlichen bietet. Hier soll die Möglichkeit zu selbständiger, sinnvoller Freizeitgestaltung, sowie zu Bildung und Engagement im persönlichen, religiösen, sozialen und gesellschaftspolitischen Bereich geschaffen werden.

Die beiden Bereiche ergänzen einander und fördern sich gegenseitig, speziell durch das personelle und räumliche Angebot. Die Angebote des Jugendhauses richten sich an alle interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das Café ist allgemein zugänglich, den Schwerpunkt der Zielgruppe bilden SchülerInnen der Vöcklabrucker Schulen ab 14 Jahren. Das Servas integriert sich ins Konzept des VOKUS, da die Förderung der Jugendkultur ein wichtiger Bereich des Servas-Konzeptes ist. Durch die Nutzung des Hauses ergeben sich für das Servas neue, verbesserte Möglichkeiten der Jugendarbeit.

 

4. Streetwork
Ausgangssituation

Derzeit sind Büroräume von Streetwork in der Gmundnerstraße 17 in einem Geschäftslokal untergebracht, wobei für sämtliche Aufgabenbereiche nur ein großer Raum zur Verfügung steht, der einer differenzierten Nutzung nicht annähernd gerecht wird. Die geschützte Positionierung von Streetwork in einem soziokulturellen Kontext hat sich in der Praxis als vorteilhaft erwiesen.
Konzept
Streetwork wendet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die sozial, kulturell oder materiell benachteiligt sind und von sonstigen Hilfsangeboten nicht (mehr) erreicht werden. Streetwork ist mobile Jugendarbeit und orientiert sich an deren Lebenswelt. Die Arbeit basiert auf den Grundsätzen der Unparteilichkeit, der Anonymität und der Freiwilligkeit. Die Angebote umfassen
-    Informationsvermittlung
-    Beratung und Betreuung
-    Vermittlung bzw. Begleitung zu weiterführenden Einrichtungen
-    Begleitung zu Ämtern und Behörden
-    Unterstützung bei Drogen- und Rechtsproblemen
-    Förderung von Kreativität und Aktivitäten im Freizeitbereich
-    Arbeitssuche


5.    Tonstudio
Ausgangssituation

Für den kreativen Schaffensprozess von Bands ist die professionelle Musikaufnahme, -produktion und –vervielfältigung in Form von Tonträgern eine wesentliche Säule, die wiederum Voraussetzung für Veröffentlichung und nachhaltiger  Sicherung ihrer musikalischen Werke ist. Der Werdegang einer Band steht in direktem Zusammenhang mit der Möglichkeit einer kostengünstigen und hochwertigen Tonträgerproduktion. Die Integration eines Tonstudios in ein Kulturhaus liegt nahe und bietet zahlreiche Synergien, vor allem im Hinblick auf die Bereiche Proberäume, Konzerte und Mediathek.

Konzept

Im Tonstudio des VOKUS stehen ein Regie- und ein Aufnahmeraum zur Verfügung, letzter kann je nach Bedarf umgerüstet werden. Den akustischen Qualitätsanforderungen ist hier in besonderem Maße Rechnung zu tragen. Ein professioneller Studiobetrieb bietet eine Anlaufstelle für hochwertige Tonproduktionen:
-    Bandrecording (Demos, Alben, Singles, etc.),
-    Sprachaufnahmen (Lesungen, Hörbücher, etc.),
-    Nachbearbeitung von Aufnahmen (z.B. selbstproduzierte Demos, Livemitschnitte),
-    Digitalisieren von (alten) analogen Medien (Tapes, Platten),
-    Arrangieren von Spots, Jingles, Durchsagen, Klingeltöne, etc.

 

Kulturkalender

Fr 10. September - Sa 11. September
ZANGLASOUND pres. GOOD LOOKING
in Vöcklabruck